Mithilfe des Genexpressionstests kann bestimmten Brustkrebspa­tientinnen die Entscheidung, auf eine Chemotherapie zu verzichten, erleichtert werden. Die BERGISCHE macht mithilfe eines neuen Vertrages zur Integrierten Versorgung allen infrage kommenden Versicherten den Test zugänglich. Damit möchten wir Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, ermöglichen, sich mithilfe der Genexpressionsdiagnostik für oder gegen eine Chemotherapie entscheiden zu können. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Frauen in einem begleitenden Arztgespräch über Chancen und Risiken des Verzichts auf eine Chemotherapie eingehend beraten lassen. 

Ein Brustkrebstumor im Frühstadium kann häufig vollständig operativ entfernt werden. Eventuell können jedoch Krebszellen im Körper zurückbleiben, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder wachsen. Daher empfehlen Ärzte häufig zusätzlich eine vorbeugende Chemotherapie, obwohl diese mit ihren langwierigen und schweren Nebenwirkungen nicht in jedem Fall zwingend notwendig ist.

Hier setzen Genexpressionstests an. Mithilfe der Genexpressionsdiagnostik (GED) können Ärzte inzwischen in bestimmten Fällen eine Chemotherapie ausschließen. Bei diesem Verfahren wird eine Gewebeprobe des Tumors auf molekularer Ebene durch einen Pathologen untersucht. Dieser analysiert dabei mehrere bestimmte Gene. Man spricht von einem „Multigentest“. Mit diesen Ergebnissen lässt sich dann sehr präzise bestimmen, ob eine Chemotherapie überflüssig oder aber notwendig und sinnvoll ist.

Wenn Sie als Versicherte der ­BERGISCHEN Krankenkasse von Brustkrebs betroffen sind, können Sie kosten­los von diesem Verfahren profitieren. Nach der OP entscheidet der behandelnde Arzt anhand der Größe und Eigenschaften des Tumors, ob eine Genexpressionsdiagnostik infrage kommt.

Kontakt und weitere Informationen: Team Ärztliche Behandlung Telefon: 0212 -2262- 350.

Text Heike Ambaum