Wer sagt, dass Bier nur zum Trinken taugt? Mit dem Gerstensaft lassen sich auch Speisen prima würzen. Zwei bergische Spezialitäten mit langer Tradition sind das Biergulasch und die Biersuppe. Letztere ist ein süßer Nachtisch, der in früheren Zeiten mit Eischneekrönchen serviert wurde.

Wildragout mit Bier

Zutaten für 4 Personen

1 kg Wildfleisch von Hirsch, Reh, Wildschwein oder Hase (aus der Schulter oder aus der Keule)
2 Zwiebeln
300 ml (vorzugsweise dunkles) Bier
200 ml Brühe
6 Lorbeerblätter, 12 Pimentkörner
Salz und Pfeffer nach Geschmack
2 EL Apfelkraut
Speckwürfel nach Belieben
Fett zum Anbraten

Zubereitung

Fleisch von Sehnen befreien und auf kleine Würfel (3 x 3 cm) schneiden.

Zwiebeln putzen und würfeln.

In einem großen Topf das Fleisch mit dem Fett, den Speckwürfeln und den Zwiebeln ringsum anbraten, mit Brühe und Bier ablöschen.

Mit Salz und Gewürzen abschmecken. Das Fleisch bei mittlerer Hitze rund 3 Stunden schmoren lassen, nach Bedarf noch etwas Bier oder Brühe zugeben. Dazu passen Kartoffelplätzchen und Rosenkohl.

Tipp

Gießen Sie Ihnen bekannte Bratengerichte beim Schmoren einfach mit Bier an und überraschen Sie Ihre Gäste mit einer echt bergischen Landbiersoße zum Rinder-, Schweine- oder Wildbraten.

Bergische Biersuppe

Zutaten für 4 Personen

500 ml Vollmilch
3 EL Zucker
1 Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Zimtstange
1 Päckchen Vanillepuddingpulver

1 Eigelb, 1 Eiweiß (steif geschlagen)
125 ml Milch zum Anrühren des Puddingpulvers
500 ml (vorzugsweise helles) Bier

Zubereitung

Den halben Liter Milch mit Zucker, Vanillezucker, Salz und der Zimtstange ankochen. Puddingpulver mit Eigelb und der übrigen Milch verrühren und in der Nachwärme fertig garen. Bier unter Rühren langsam zugießen und die Suppe noch einmal aufkochen lassen.

Nach Geschmack: Eischnee unterheben oder als Flöckchen auf die Suppe setzen und mit geschlossenem Deckel in der Nachwärme fertig garen.

Gut zu wissen

Für die Biersuppe eignen sich besonders süffige Biersorten, die kleine Hausbrauereien in der Region unter der Bezeichnung „Landbier“ anbieten.

Beide Rezepte stammen aus dem Band „Bergische Küchenklassiker – Von Pfannenwatz bis Butterplatz“ (Wartberg Verlag).