So(zial) geht’s! So nennen sich vier Projekte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BERGISCHEN in ihrer Freizeit auf die Beine ­stellten. Von ihrem freiwilligen Engagement profitieren vor allem die Menschen in der Region.

Die Spielregeln für den Spendenlauf sind ziemlich einfach: Immer geradeaus, viermal links und dann wieder von vorn. Das Ganze auf der Aschebahn der denkmalgeschützten Jahnkampfbahn in Solingen-Wald und zwar gegen den Uhrzeigersinn. Jeder läuft, so lange er/sie kann oder mag – und als Belohnung winken 50 Cent je 400-Meter-Runde. Dass knapp 50 Läuferinnen und Läufer dabei aber gut zwölfmal eine komplette Marathondistanz hinter sich lassen, damit hätte vor dem Startschuss niemand gerechnet. Auch nicht das achtköpfige Orga-Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ­BERGISCHEN Krankenkasse, das den Lauf organisiert hat. Aber von Anfang an.

So(zial) geht’s in der Heide
Acht Menschen und ein Hund räumen gründlich auf.

Am Anfang, da war nach bewährter Methode das Wort. Und das heißt Engagement – mit der wichtigen Ergänzung: freiwillig. Denn gezwungen wird bei der ­BERGISCHEN niemand. Wer sich in seiner Freizeit für soziale oder ökologische Projekte reinhängt, der macht das aus Überzeugung und freien Stücken. Ideen gab es nach einem internen Aufruf im Frühjahr reichlich; nach einer Abstimmung blieben am Ende vier Aktionen übrig, die im Laufe des Jahres umgesetzt werden sollten. Eine davon ist besagter Spendenlauf, dessen Einnahmen an die Lebenshilfe Solingen e. V. gehen, die in diesem Jahr ihr 60. Bestehen feiert. Weil Mitmachen schöner ist als Zugucken, wurde die Lebenshilfe eingeladen, sich mit flotten Beinen an der Aktion zu beteiligen.

Es läuft also bei „So(zial) geht’s“: An den Start ging Anfang Oktober dann ein inklusives Team aus Läufern der ­BERGISCHEN und der Lebenshilfe – das mal eben 1.332 Runden im Stadion dreht. Umgerechnet sind das mehr als 530 Kilometer oder die oben erwähnten Marathons. Zu behaupten, den Läufern sei unterwegs ein Licht aufgegangen, ist übrigens keineswegs falsch. Zeitgleich mit dem Sponsorenlauf startete die Stadt Solingen ihre Aktion „Laufen unter Flutlicht“, bei der, na ja, unter Flutlicht gelaufen wird. Dank der Hilfe von Einzel- und Großspendern sowie Unterstützern (siehe Infokasten) kann die Lebenshilfe sich über eine Spende von 850 Euro freuen, die Ende November übergeben wurde.

Übergeben wurde von einer weiteren Projektegruppe nichts, dafür aber entsorgt. Jede Menge Müll und Unrat nämlich, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Naturschutzgebiet Ohligser Heide aufsammelten. Vom frühen Morgen bis zum Mittag hinein tauschte die Gruppe ihre Arbeitsplätze in den Geschäftsstellen oder der Hauptverwaltung gegen den freiwilligen Aufräumdienst im Grünen. Mit Greifzangen und Müllbeuteln ausstaffiert ging es vom Wanderparkplatz am Engelsberger Hof Richtung Heidebad. Wo die Kolleginnen und Kollegen sich sonst mit dem Sozialgesetzbuch auseinandersetzen und den Kunden und Versicherten der ­BERGISCHEN helfen, heißt es diesmal: Bücken und Aufsammeln – und dann wieder von vorn. Kennen wir schon.

Gruppe Nummer drei hatte beim traditionellen Weihnachtsdürpel in Ohligs ihren Auftritt. Einen ziemlich schmackhaften und dampfend heißen, denn drei Tage lang verkaufte das Team winterliche Leckereien an die Weihnachtsmarktbesucher. Leckerer Grünkohl und Tee zu fairen Preisen, Überraschungstütchen, eine stimmungsvolle Umgebung, Lichter, Musik – so einfach ist es manchmal. Und so sinnvoll: Sämtliche Einnahmen gehen an die Solinger Bahnhofsmission. Lecker läuft’s.

So(zial) geht’s in Wald
Das inklusive Laufteam der BERGISCHEN und der Lebenshilfe.
So(zial) geht’s in Ohligs
Weihnachtsdürpel mit winterlichen Leckereien

Im wahrsten Sinne des Wortes lief es auch beim vierten Projekt. AlltagsTrainingsProgramm (ATP) ist hier das Stichwort. Das Übungsprogramm richtete sich gezielt an Menschen jenseits der 60 Jahre, sie lernten dabei, wie sie sportliche Übungen in ihren Alltag intergieren können. Ziel war, alltägliche Situationen wie Treppensteigen, Tragen, Heben oder Aufstehen als Trainingsmöglichkeiten zu verstehen und so Kondition, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer zu verbessern. Unterrichtet wurden die Trainingsgruppen ebenfalls von freiwilligen Helfern aus den Reihen der ­BERGISCHEN. Vermittelt wurde in den Stunden beispielsweise, wie Ältere Taschen zur Kräftigung von Rumpf- und Armmuskulatur nutzen können oder wie sie Haushaltsgegenstände wie Stühle, Trinkflaschen oder Töpfe zu Trainingszwecken einsetzen können.

„Heutzutage ist es leider nicht mehr selbstverständlich, sich für andere Menschen zu engagieren. Deshalb bin ich sehr stolz auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie sich so reinhängen“, sagt Sabine Stamm, Vorständin der ­BERGISCHEN Krankenkasse. Sabine Stamm selbst hat auch bei „So(zial) geht’s“ mitgemacht – nicht als Chefin, sondern als gleichberechtigtes Mitglied des Orga-Teams für den Spendenlauf!

Text Olaf Steinacker     Fotos Alf Dahl, Stephanie Schmidt

Weitere Infos
Ohne die großzügige Unterstützung und Hilfe wären die Projekte von „So(zial) geht’s“ kaum möglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ­BERGISCHEN danken deshalb folgenden Unternehmen und Institutionen: Barmenia Versicherung, Chirurgische Gemeinschaftspraxis Solingen, Dein Bioshop, Haaner Felsenquelle, Bäckerei Stöcker, der Stadtverwaltung Solingen sowie allen Spendern aus dem Kollegium. So(zial) macht’s Spaß! 

Mehr Bilder von den „So(zial) geht’s“-Projekten finden Sie auf den Social-Media-Kanälen der BERGISCHEN:

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